Einblicke/Ausblicke: Anke Feuchtenberger
Ab 22. Mai – KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM
Ab dem 18. Mai gestaltet die renommierte Zeichnerin und Comickünstlerin Anke Feuchtenberger, angeregt durch die Werke der Sammlung Prinzhorn, die zentralen Fenster des Museums. Ab dem 22. Mai kann das Werk „Die Leuchte“ von der Voßstraße aus bestaunt werden.
Das Motiv der Fensterbilder kreist um das Verhältnis von Körper und Kopf. Feuchtenberger möchte dabei im Prozess der Zeichnung ein dynamisches Changieren erzeugen: Der Kopf – traditionell der Rationalität zugeschrieben – scheint dem Körper abhandengekommen zu sein, während der Körper die Macht besitzt, den Kopf wie eine Lichtquelle in die Dunkelheit zu nutzen. Licht und Blick werden in ihrer Arbeit zentrale Elemente bilden und die Kraft des Sehens, die Perspektive des Erzählens und das Beleuchten eines Weges in die Dunkelheit thematisieren.
Anke Feuchtenberger über ihr Werk:
"In dieser Metapher würde ich, im Motiv drastisch getrennt, die Trennung kreativ aufheben wollen. Die Kunst in der Prinzhornsammlung, gerade weil sie zu ihrem Entstehungszeitraum akademisch und gesellschaftlich noch nicht anerkannt war wie heute, ist eine Bestätigung für mich und viele Künstler:innen, dass Kunst zwar im Austausch mit der Gesellschaft entsteht, aber in ihrem Ursprung einem kreativen Impuls folgt, der so persönlich, intim wie allgemein menschlich bestimmt ist."
„Die Leuchte“ ist der Auftakt der neuen Reihe „Einblicke/Ausblicke“, mit der das Museum seine Sichtbarkeit im öffentlichen Raum stärken möchte. Weitere Fensterbilder sind in den kommenden Jahren geplant.
Über Anke Feuchtenberger
Anke Feuchtenberger wurde 1963 in Berlin (DDR) geboren und studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Heute lebt sie in Vorpommern und Hamburg, wo sie als Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften lehrt. Als freiberufliche Autorin und Comic-Künstlerin arbeitet sie vorrangig mit Kohle auf Leinwand oder mit Tusche und Bleistift auf Papier. Feuchtenberger hat zahlreiche Comics und Erzählungen veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. 2020 erhielt sie den Max-und Moritz-Preis für ein herausragendes Lebenswerk.
Bild: © Anke Feuchtenberger